Leben

Ein Kind erblickt den Schatten der Welt. Erschrocken hat es sich erwählt, den Rückzug anzutreten, still für eine Welt zu beten, derer es gedenkt, in der das Höchste die Geschicke lenkt. Von dieser Welt es künden muss. Doch weh! Die verbotene Frucht – ein Hochgenuß!

Des Kindes Kind betritt die Weltenbühne. Mit seinem Spiel erwirkt es Sühne, erweckt, was nie gegangen war und bleiben möge, immerdar. Die Frucht, sie liegt noch schwer im Magen, nun ist’s nicht mehr zu ertragen! Sie würgt den Vater, drängt ihn zum Grabe, tritt mit aller Macht zu Tage! Erbrechen mit Gebrechen. Doch was von nun an kommen mag, wird er ertragen ohne Klag‘. Zu schön erstrahlt das Licht am Abend, erzählt von Zeiten, ganz erhaben!

Neue Kunde braucht das Land! Sie liegt nicht mehr in Vaterhand! Die Kinder sind’s, die nun aufkünden, wodurch nur Sünden noch entstünden. Seht und lasst die Kinder walten, lasst sie unsere Lehren spalten! Die Frucht schon längst vom Baume fiel. Lasst sie verrotten, samt Kern und Stiel!